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Wernigerode: Fürstliche Bibliothek

Die Stolbergische Bibliothek Wernigerode war eine bedeutende Adelsbibliothek, deren Ursprünge im 16. Jahrhundert liegen. Eine Blütezeit erlebte sie unter Graf Christian Ernst zu Stolberg-Wernigerode (1691 - 1771), der Schloss Wernigerode renovieren und erweitern ließ. Den Lustgarten ließ er im französischen Stil umgestalten und errichtete dort eine Orangerie, die 1731 eingeweiht wurde (die Predigt hielt Graf Nikolaus Ludwig von Zinzendorf). Hundert Jahre später wurde der Lustgarten erneut umgestaltet, diesmal im englischen Landschaftsstil. In die Orangerie zogen nun 1826 die Bibliothek und das Archiv. Ab 1929 wurden Teile des Bestandes verkauft, nach Kriegsausbruch wurde die Bibliothek geschlossen. Nach dem Krieg gelangte sie als Beutekunst nach Russland. Die Handschriften befinden sich heute in Halle, das Gebäude wird als Standort des Landeshauptarchivs Sachsen-Anhalt genutzt.

 
 

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